Kalte Füße

Leben auf kalten Füßen

Polyneuropathie als Symptom der NF2

Dass Polyneuropathie (PNP) zu den Symptomen von NF2 gehören kann, weiß man seit etwa 20 Jahren. Nicht alle NF2-Betroffenen haben es, aber sehr viele.

PNP ist eine bekannte Begleiterscheinung von Diabetes Typ 2, auch von starkem Alkoholkonsum. Und dann auch von verschiedenen genetischen neurologischen Erkrankungen, unter anderen auch NF2.

Die PNP bewirkt eine Schädigung der Nerven, zunächst vor allem in den Füßen und Beinen. Die Funktion der Blutgefäße ist gestört, die Durchblutung wird schlecht (kalte Füße und Beine), im weiteren Verlauf kommen Taubheitsgefühle und Muskellähmungen dazu. Es führt auch dazu, dass kleinste Wunden äußerst langsam heilen.

Das erste Symptom der PNP sind kalte Füße. Das scheint vor allem bei Frauen zunächst nichts Besonderes zu sein, aber es steigert sich. Schließlich sind die Füße und Beine auch im Sommer kalt, einfach immer. Es ist unangenehm und kann sogar Schmerzen verursachen.

In der zweiten Phase kommen Taubheitsgefühle dazu, die Füße fühlen sich an wie mit Leder überzogen und sie werden schwächer. Zwischen kalt und nass kann der Betroffene nicht mehr unterscheiden.

Die Polyneuropathie kann man diagnostizieren, dabei werden Nadeln an verschiedenen Stellen in die Wade platziert (etwas unangenehm) und dann werden die Nervenströme gemessen.

Was kann man als Betroffener dagegen tun?

Hier einige Tipps:

    • Sport treiben oder Gymnastik, um den Kreislauf und die Durchblutung anzuregen.

 

    • Socken ohne enge Bündchen tragen (um die Durchblutung nicht zu behindern),

 

    • Füße mit durchblutungsförderndem Arnikaöl massieren

 

    • Wärmflasche (ca. 60-65°) ins Bett mitnehmen oder ein Fußbad (mit durchblutungsförderndem Öl oder Salz) nehmen vor dem Schlafengehen

 

    • mit dem Rauchen aufhören, nicht zu viel Alkohol trinken (der wärmt die Füße zunächst, aber auf die Dauer verstärkt er das Problem)

 

  • Verletzungen wie Blasen und aufgeriebene Stellen an den Füßen möglichst vermeiden: bequeme, nicht drückende oder scheuernde Schuhe tragen, nicht barfuß laufen.

Die Schwäche der Füße führt auf die Dauer dazu, dass Betroffene nur noch mit Einlagen, Orthesen oder Schienen laufen können. Die sollten sehr gut angepasst sein, damit sie nicht scheuern.